Schullandheim ZöthenProjekte - Baum des Jahres 2007 |
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| Die Waldkiefer Pinus silvestris |
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Familie: Gattung: |
2007 wählte das Kuratorium Baum des Jahres einen Überlebenskünstler zum Baum des Jahres. Die Waldkiefer, die mit allen Lebensbedingungen, egal ob trocken oder naß zurechtkommen kann. 23% der Waldfläche Deutschlands ist mit Waldkiefern bedeckt, sie ist somit die zweithäufigste Baumart Deutschlands.
Andere Namen
Kienbaum, Föhre, Forche
Vorkommen
Europa, meist bis 1600 m, gelegentlich bis über 2000m
Lebensraum und Verbreitung
Anspruchlos, benötigt aber viel Licht. Waldkiefern wachsen auf Sand- oder Schotterflächen, aber auch auf Felsen und in Mooren.
Sie sind verbreitet in ganz Europa bis Ostasien. Von Mittel- und Nordeuropa bis Ostsibirien. Im westlichen und südlichen Europa kommen Waldkiefern nur im Gebirge vor.
Kiefern sind die zweithäufigste Baumart in Deutschland, sie kommen auf etwa 23% der Gesamtwaldfläche vor, in Brandenburg sogar auf 72%.
| Aussehen Habitus Kiefern sind bis 45m, geleg. bis 50 m hohe aufrechte Bäume, junge Bäume besitzen eine kegelförmiger Krone, ältere eine schirmförmig. In engen Beständen entwickelt sich die Krone gleichförmig. Locker oder einzeln stehend kann die Kronenform extrem variabel sein. An windigen Standorten zeigt die Neigung der Krone die Windrichtung an. Wurzel Durch die tiefreichende Pfahlwurzel ist die Waldkiefer optimal an viele Standorte angepaßt. |
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Stamm, Rinde, Äste und Zweige
Die Rinde ist rissig, schuppig abblätternd, rötlich, unten eher bräunlichgrau. Man nennt die dünne, rötliche Rinde im oberen Bereich auch Schilfer- oder Spiegelrinde
Nadeln, d.h. eigentlich Nadelblätter
Steif, 4 bis 8 cm lang, glänzend, auf der flachen Seite dunkel bläulichgrün, paarweise stehend an einem Kurztrieb, oft entlang der Längsachse gedreht. Die beiden Nadeln werden von einer gemeinsamen Nadelscheide zusammengehalten.
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Blüte
Die einhäusigen Blüten werden fremd- oder windbestäubt und blühen von Mai bis Juni.
Männliche Blüten wachsen zu vielen an der Triebbasis, sie sind gelb, eiförmig, bis 7 mm lang.
Weibliche Blüten wachsen einzeln oder zu zweien, sie sind kugelige bis kegelige Zapfen, anfangs rötlich, später grünlich und zuletzt dunkelgraubraun.
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| Samen und Vermehrung Fruchtzeit ist September und Oktober. Reife Zapfen sind 3 bis 6 cm lang, eiförmig und schwärzlich mit abgespreizten, schmalen und langen Schuppen, aus diesen Zapfen fallen die geflügelten Samen heraus. Die Zapfenstiele sind gekrümmt. Geruch aromatisch Geschmack bitter |
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Holz
Splint- und Kernholz unterscheiden sich stark. Das Kernholz ist frisch geschlagen rötlichgelb und dunkelt rasch nach.
Mittelschwer und nur mäßig hart, aber hohe Dauerhaftigkeit wenn Erdkontakt verhindert wird. Gute Festigkeit und Elastizität.

Besonderheiten
Da Kiefern sich an Extremstandorte anpassen können, haben sich einige besonders beliebte Herkünfte herauskristallisiert. Eine davon ist die Bamberger Hauptsmoorkiefer mit sehr gleichmäßigen Jahresringen oder auch die Selber Höhenkiefer die durch ihren schmalen Kronenbau bedingt extrem unempfindlich gegen Schneebruch ist.
Sehr standfest, Kiefern besitzen sog. Pfahlwurzeln, dadurch ist sie unempfindlich gegen Windwurf.
Hoher Harzgehalt.
Waldkiefern können bis 600 Jahre alt werden, im Durchschnitt erreichen sie ein Alter von 150 bis 200 Jahren. In Schweden wurde eine Waldkiefer gefunden die mindestens 711 Jahre alt ist. Zählungen der Jahresringe belegen ein Alter von 654 Jahren für die älteste in Schweden eingeschlagene Kiefer.
Nutzung
Genutzt werden vor allem das Holz, aber auch das Harz, die Nadeln und die Maitriebe.
Kolohoniumherstellung aus dem in Stamm und Rinde enthaltenen Terpentin
Brennholz
- Der Heizwert ist höher als bei Fichtenholz, allerdings „spritzt“ Kiefernholz durch den hohen Harzanteil.
- Kienspäne - Durch den sog. Kiefernzopf, eine Pilzerkrankung, befallene Kiefern bilden Triebe mit extremem Harzfluß aus. Daraus wurden früher die Kienspäne gewonnen.
Holz
Möbel, Schiffsdecks, Rammpfähle, Schwellen, Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, Gartenmöbel, Schwachholz zur Zellstoffgewinnung.
Teer und Pechherstellung
Nadeln
- ätherisches Öl und Vitamin C
- Badezusätze, Saunaufguß
Harz – Knospen (Turio pini silvestris)
- Die Knospen werden im Frühjahr gesammelt, wenn sie noch von braunen Schuppen bedeckt sind. Allerdings ist es nur an gefällten Bäumen erlaubt. Nach der Trocknung riecht die Droge stark nach Harz.
- Bernstein – meist erhärtetes Harz von Kiefern, 50 Millionen Jahre alt
Heilpflanze
- Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Harz, Glykoside
- Wirkung: Antiseptisch, Expectorans, balsamisch, harntreibend, stimulierend
- Anwendung bei: Asthma, Blasenentzündung, Bronchitis, Gicht. Aber nur noch selten innerliche Verwendung, da Nierenschädigungen möglich sind.
- Kiefernpollen als Puder bei wundgeriebener Haut und für Verjüngungskuren.
Kiefernzapfen
- Brennmaterial, auch heute noch, z.B. für die Original Coburger Rostbratwürste. Auch sonst noch zum Anfeuern eines Feuers.
- Hygrometer, die Zapfenschuppen öffnen sich bei hoher Luftfeuchtigkeit, bei niedriger Luftfeuchtigkeit schließen sie sich wieder.
Nutzen für Tiere
Kiefern sind Lebensraum für viele Tierarten wie Insekten und Vögel, aber auch manche Pilzart ist auf die Kiefer angewiesen. Über 50 Pilzarten wurden an Kiefernwurzeln festgestellt, u.a. der Fliegenpilz.
Gefährdung
Insekten können die Kiefer durch Kahlfraß schädigen, eines davon ist der sog. Waldgärtner, der aber meist in Monokulturen vorkommt. Der Kienzopf ist eine Pilzerkrankung, die zu übermäßigem Harzfluß führt. Übrigens wurden daraus früher die sog. Kienspäne gemacht.
Konkurrenzschwach, da sie viel Licht benötigen, ohne das Zutun des Menschen hätte sich die Waldkiefer nie auf so großer Fläche verbreiten können.
Verschiedenes
Jährlich wird ein Astquirl gebildet, deshalb kann das Alter jüngerer Kiefern durch Zählen der Astquirle, bzw. der Astnarben am Stamm abgezählt werden.
Pionierbaumart, da sie eine der ersten Bäume ist die auf Extremstandorten wachsen.
Bernstein besteht aus etwa 50 Millionen Jahre altem Kiefernharz.
Verwandte Arten
Über 100 Kiefernarten sind bekannt, die ältesten Grannenkiefern leben schon seit fast 5000 Jahren in Kalifornien. Zuckerkiefern haben etwa 50 cm lange Zapfen, die Zapfen der Coulterkiefer werden bis zu 3 kg schwer.
In Deutschland wird häufig auch die Schwarzkiefer (Pinus nigra) angebaut (die beiden Nadeln lassen sich an der Basis zu einer zusammenfassen, keine Spiegelrinde).
Im fränkischen Wappen findet man den sog. Rechen, die roten und weißen Flächen des Wappens sind miteinander verzahnt. Dieses Motiv kommt von der sog. Streunutzung. Mit Rechen wurde früher die Kiefernstreu zusammengerecht und in den Ställen als Einstreu genutzt.
| Quellen: www.nabu de Wikipedia Baum-des-Jahres Highland.heim Gartentechnik.de Deutsche Wildtierstiftung Der Parkettladen www.loebf.nrw.de www.conifers.org |
| Natur des Jahres 2007 | Download Steckbrief Waldkiefer 396 KB |
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Waldkiefern-Puzzle 384 KB |
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