Schullandheim ZöthenProjekte - Schmetterling des Jahres 2006 |
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| Der Schwalbenschwanz Papilio machaon |
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Klasse: Ordnung: Familie: Unterfamilie: |
| Foto: Ralf Berbuir |
2006 hat die BUND NRW Naturschutzstiftung zusammen mit der AG Rheinisch-Westfälischer Lepidpterologen e.V. den Schwalbenschwanz zum Schmetterling des Jahres gewählt. Einer der Gründe dafür war die positive Entwicklung der Schwalbenschwanzbestände in den letzten Jahren.
Aussehen
Mit einer Flügelspannweite von ca. 76 mm bei den Weibchen und ca. 72 mm bei den Männchen ist der Schwalbenschwanz ein sehr großer Falter. Seine Hauptfärbung ist hellgelb, mit schwarzer Zeichnung, einem typischen verlängerten Hinterflügelfortsatz und einem teilweise blau umrandeten, roten Augenfleck, sowie 6 blaue Flecken auf den Hinterflügeln.
Die Jungraupen sind schwarz mit einem hellgrauen, sog. „Raupensattel“, erwachsene Raupen sind auffällig grünschwarz gestreift mit orangefarbenen Punkten. In einer Nackenfalte befinden sich zwei orangefarbene Drüsen, die sog. Nackengabel aus denen sie Abwehrstoffe gegen Feinde absondern können.
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Verbreitung und Lebensraum
Nordwest-Afrika, Europa, durch die gemäßigte Zone Asiens bis Japan.
Warme Stellen, dünn bewachsene Krautfluren, Magerrasen, -wiesen und –weiden. Dämme, Böschungen, Ruderalfluren, Brachen.
Zur Balz benötigen die Männchen erhöhte Geländepunkte.
Vorkommen bis in etwa 2000 m Höhe.
Nahrung
Falternahrung: Rotklee (Trifolium pratense) aber auch viele andere nektarreiche Blütenpflanzen.
Raupennahrung: Polyphag v.a. an Doldengewächsen und anderen nahverwandten oder mit ähnlichen Inhaltsstoffen ausgestatteten Pflanzenfamilien.
Jahresrhythmus, Überwinterung
Jährlich gibt es 2 bis 3 Generationen. Ende April bis Ende Juni, Anfang Juli bis Ende August und eine dritte evtl. noch Ende August bis Oktober. Die dritte Generation überlebt aber häufig nicht.
Überwinterung als Puppe.
Lebensdauer des Falters etwa 18 Tage.
Entwicklung
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Eiablage, Raupe und Verpuppung
Einzeln an den Wirtspflanzen, bevorzugt werden gut zugängliche Randpflanzen an wärmebegünstigten Standorten. Durchschnittlich 52 Eier/Weibchen. Die ca. 1 mm großen, runden Eier sind frisch gelegt leuchtend gelb und verfärben sich dann dunkler. Kurz vor dem Raupenschlupf ist das Ei schwarz gefärbt durch die Raupe.
Die nach 8 bis 10 Tagen frisch geschlüpfte etwa 2 mm große Raupe ist schwarz und trägt bereits den charakteristischen hellgrauen „Raupensattel“ der Jugendform. Als erste Nahrung nimmt es die leere Eihülle zu sich. Den „Raupensattel“ trägt die Raupe bis zu einer Länge von etwa 2,5 cm, die Raupe imitiert damit Vogelkot.
Die erwachsene, bis etwa 5 cm lange Raupe ist recht auffällig gefärbt. Sie ist grünschwarz gestreift mit orangefarbenen Punkten.
Vor der Verpuppung entfärben sich die Raupen und wandern dann zu witterungsgeschützen, warmen und trockenen Gebieten.
Die Gürtelpuppe heftet sich an Felsen, Steinen oder Stämmen an.
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Gefährdung
Mahd von Futterwiesen und Ackerrandstreifen. Pestizideinsatz.
Schutz
Erhaltung des natürlichen Lebensraumes, bzw. Schaffung neuer Lebensräume mit geeigneten Nektarpflanzen und Raupenfutterpflanzen. Extensive Bewirtschaftung von Brachflächen, Ackerrandstreifen.
Etappenweise Mahd von potentiellen Schmetterlingsplätzen.
Aussaat und Pflanzung von potentiellen Falter- und Raupenfutterpflanzen im Garten.
Besonderheiten |
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| Natur des Jahres 2006 | Download Steckbrief Schwalbenschwanz 98 KB |
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