Schullandheim ZöthenProjekte - Vogel des Jahres 2006 |
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| Der Kleiber Sitta europaea |
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Ordnung: Familie: Gattung: |
| Foto: NABU / M. Delpho |
Der Kleiber wurde von Naturschutzbund NABU und vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) zum Vogel des Jahres 2006 gewählt. Damit wurde ein relativ weit verbreiteter Vogel unserer Gärten und Wälder gekürt. Damit soll vor allem auf den Schutz, den Erhalt und die naturnahe Gestaltung der entsprechenden Lebensräume hingewiesen werden. Vor allem die ursprünglichen alten, strukturreichen Buchen- und Eichenmischwälder gehören heute zu den gefährdeten Waldbeständen und sind bevorzugte Lebensräume des Kletterkünstlers.
Allgemeines
Kleiber gehören zu den wenigen einheimischen Vögeln die kopfunter an einem Stamm herablaufen können. Dies ist möglich, da er nicht wie andere Vögel beim Laufen die Füße nebeneinander setzt, sondern voreinander.
Verbreitung und Lebensraum |
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| Bild: Kosmos Vogelatlas CD-ROM |
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Name |
| Foto: Wikipedia |
Stimme
Als Stimmfühlungslaut ist ein meisenähnliches „sit“ zu hören. Bei Erregung „träck träck träck“, „twättwät-twät“ oder „tuit-tuit-tuit“. Bei Streitigkeiten, aber auch als Warnruf ein vibrierendes „tirr“. Gesang trillernd „wiwiwi…“.
Kleiber sind vor allem zwischen Ende Dezember und Mai zu hören, ansonsten singen sie selten.
Aussehen |
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| Foto: Wikipedia |
Nahrung
Im Frühling und Sommer vor allem Insekten und Maden, später auch Samen und Nüsse. Der Kleiber klemmt z.B. Nüsse in Baumspalten um sie dort besser aufhämmern zu können. Oft werden auch Futtervorräte angelegt.
Balz
Langsamer Imponierflug, sitzende Imponierhaltung mit aufgeplusterten Gefieder und breit aufgefächertem Schwanz. Monogame Saisonehe. Die Reviersuche findet bereits im Herbst durch die gerade erst flügge gewordenen Jungvögel statt. Im Spätwinter sucht das Männchen einen Nistplatz, das Weibchen entscheidet ob die Wahl die richtige ist. Die monogame Saisonehe kann mehrere Jahre halten.
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| Kleiber am Nistkasten Foto: Mitteldeutscher Rundfunk |
Kleiber am Nistkasten Foto: Mitteldeutscher Rundfunk |
Kleibernachwuchs Foto: Mitteldeutscher Rundfunk |
Fortpflanzung
Das mit Rindenschuppen, Gras, Haaren und Federn ausgepolsterte Nest befindet sich meist in Baumhöhlen über 2 Meter hoch, bevorzugt werden – soweit möglich – Höhlen in über 10 m Höhe. Verwendet werden sowohl natürliche Spalten als auch verlassene Spechthöhlen. Zu große Einfluglöcher werden mit einem Gemisch aus Lehm und Speichel verkleinert (35 mm). Außerdem gleichen Kleiber scharfe Kanten im Inneren der Höhle mit einer Lehmtapete aus.
Brutzeit ist zwischen April und Mai. Ein Gelege besteht aus 5 bis 9 milchig-weißen kleinen Eiern mit rotbraunen Flecken, die nur 2 g wiegen. Es brütet vor allem das Weibchen, gelegentlich wird es sogar vom Männchen gefüttert. Nach 15 bis 18 Tagen Brutdauer schlüpfen die Jungvögel, die wiederum nach 22 bis 25 Tagen flügge sind. Gefüttert werden die Nestlinge mit Insekten, wie Käfern, Raupen und Schmetterlinge, aber auch mit Samen, Beeren und Nüssen.
Nach dem Flüggewerden bleibt die Familie noch etwa 2 Wochen zusammen. Kleiber können bis zu 9 Jahre alt werden (Ringfund), meist leben sie aber nur 2 bis 3 Jahre.
Verschiedenes
Der tagaktive Vogel übernachtet einzeln in Höhlen. Bemerkenswert ist die Klettertechnik. Kleiber stellen ihre Zehen quer und setzen einen Fuß vor den anderen. So hängt der Körper am oberen Fuß und wird durch den unteren abgestützt. Dadurch kann der Vogel blitzartig die Richtung wechseln. Meist klettern Kleiber im Zickzack, sie können aber auch geradeaus am Stamm herab oder hinauf laufen.
Überwinterung
Standvogel, bei Nahrungsmangel und/oder Überbevölkerung truppweises Umherwandern.
Schutz
Der Kleiber gehört zwar nicht zu den gefährdeten Vogelarten in Deutschland, sein bevorzugter Lebensraum, also arten- und strukturreiche Laubmischwälder, ist aber bedroht. Sie zu erhalten ist also vordringlichstes Ziel aller Schutzmaßnahmen.
Trotzdem kann jeder Gartenbesitzer mit nur wenig Aufwand etwas tun um dem Kleiber in seinem Garten Lebensraum zu bieten. Am einfachsten ist dies mit einer naturgemäßen Gartengestaltung mit einheimischen Laubgehölzen und Hecken möglich. Alte Bäume sollten erhalten werden, auf ihre Nisthöhlen ist der Kleiber angewiesen. Aber auch der Einsatz von Nistkästen (Flugloch 32 mm) ist möglich, schließlich hat nicht jeder eine mehrhundertjährige Eiche im Garten.
Verwandte Arten
Felsenkleiber – Sitta neumayer – Südeuropa, Asien
Weißbrustkleiber – Sitta carolinensis – Nordamerika
Kappenkleiber – Sitta canadensis – Nordamerika

| Quellen und Bilder: www.nabu de NABU / M. Delpho Wikipedia www.oekokosmos.de - Artikel von Saskia Gerhardt www.vogelwarte.ch www.tierenzyklopädie.de Landesbund für Vogelschutz Mitteldeutscher Rundfunk www.natur-lexikon.com www.wald.lauftext.de www.jadu.de www.nabubrandenburg.de www.br-online.de Microsoft Encarta Enzyklopädie 2005 Bezzel, E. – Kompendium der Vögel Mitteleuropas – Wiesbaden – Aula V. 1993 Kosmos Vogelatlas CD-ROM |
| Natur des Jahres 2006 | Download Steckbrief Kleiber 190 KB |
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Kleiber-Puzzle 290 KB |
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