Schullandheim Zöthen

Projekte - Spinne des Jahres 2005

Kobi
 
Die Zebraspringspinne
Salticus scenicus
 
Spinne des Jahres 2005 - Die Zebraspringspinne Die Archnologische Gesellschaft e.V. (AraGes) hat zusammen mit der Belgischen Arachnologischen Vereniging mit der Zebraspringspinne eine kleine Sprungkünstlerin zur Spinne des Jahres 2005 gekürt die ihrem Namen alle Ehre macht. Damit soll nicht nur auf diese allgemein sehr interessante Art hingewiesen werden, sondern es sollen auch die weitverbreiteten Ängste Spinnen gegenüber abgebaut werden.

Name
Der Name Zebraspringspinne weißt gleich auf mehrere Eigenschaften dieser kleinen Spinne hin. Zum einen auf die schwarz-weiße Färbung auf die sich auch ein weiterer Name bezieht – Harlekinspringspinne. Zum anderen auf die ausgezeichneten Sprungeigenschaften des Tieres auf die auch die lateinische Bezeichnung „salticus“ hinweist.

Verbreitung
Fast ganz Europa, im nördlichen Asien und in Nordamerika. Vor allem in Häusernähe, aber auch an Felsen. Bevorzugt in warmen und sonnigen Gebieten. Die Tiere sind sehr reviertreu.

Aussehen
Zebraspringspinnen sind mit 4 bis 7 mm sehr klein, auffallend ist jedoch ihre schwarz-weiße Färbung am Hinterleib. Von den drei breiten weißen Streifen auf dem Hinterleib auf schwarz-braunem Grund sind die beiden hinteren in der Mitte unterbrochen. Am Hinterleibsende können zusätzlich noch kleine weiße Muster vorkommen. Auch die Beine können gefleckt oder gestreift sein. Bei jüngeren Tieren sind auch die Seiten den Vorderkörpers und die Stirn weiß gefleckt. Diese Haare werden aber im Lauf der Zeit abgerieben. Der Spinnenkörper ist gedrungen mit sehr kurzen aber kräftigen Beinen die unregelmäßig gefleckt sind. Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch deutlich verlängerte Giftklauen die sie auch im Kampf mit Rivalen benutzen.

Spinne des Jahres 2005 - Die Zebraspringspinne
Spinne des Jahres 2005 - Die Zebraspringspinne
Spinne des Jahres 2005 - Die Zebraspringspinne Lebensweise und Besonderheiten
Zebraspringspinnen bauen zwar keine Netze wie z.B. die Kreuzspinne, aber auch sie spinnen Fäden. Diese bilden eine Art Sicherheitsleine, Ein Ende wird am Boden befestigt, am anderen hängt die Spinne, wenn sie sich auf ihre Beute stürzt.
Ihr Sprungvermögen ist enorm, nur sehr selten verfehlen sie ein Beutetier. Die Sprungweite beträgt bis zum 20-fachen der Körperlänge.
Auch das Sehvermögen der Zebraspringspinne ist bemerkenswert. Zebraspringspinnen können räumlich sehen und noch dazu farbig. Und zwar mit den beiden vordersten großen Hauptaugen. Mit den restlichen 6 kleineren Nebenaugen, die in 3 Reihen auf dem Vorderkörper angeordnet sind, können die Tiere nach hinten schauen.
Die sehr reviertreuen Tiere ziehen sich gerne in kleine Ritzen zurück die sie mit einem sackartigem Gespinst auskleiden. Weibchen kann man fast das ganze Jahr über finden, die Männchen meist nur im späten Frühjahr.
Springspinnenmännchen balzen um die Weibchen. Dabei bewegen sie sich tanzend mit weit abgespreizten Cheliceren um die Weibchen. In der Gespinströhre findet die Paarung statt und die Weibchen legen die Eier in einem kleinen, hellen Kokon ab.

Nahrung
Insekten die nach Anpirschen meist im Sprung erbeutet werden. Zebraspringspinnen sind tagaktiv.

Nützlichkeit
Ein sehr effektiver Insektenbekämpfer.
Vorbild für die Technik. Zebraspringspinnen berechnen ihren Sprung sehr exakt. Bioniker, Wissenschaftler die sich mit der Technik in der Biologie beschäftigen, versuchen derzeit zu ergründen wie diese Berechnung bzw. die Umsetzung in der Sprungmechanik funktioniert.



Quellen und Bilder:
www.arages.de
NABU
www.bba.de
www.naturlexikon.de
www.bionetworx.de
www.salzburg.gv.at
www.arthropods.de
www.medienwerkstatt-online.de
www.br-online.de
www.uni-protokolle.de
www.vistaverde.de
Heiko Bellmann


Natur des Jahres 2005 Download Steckbrief Zebraspringspinne
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