Schullandheim ZöthenProjekte - Schmetterling des Jahres 2005 |
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| Die Rostbinde Hipparchia semele |
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Die Rostbinde wurde durch den BUND NRW Naturschutzstiftung und der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. zum Schmetterling des Jahres 2005 gewählt. Die Rostbinde gehört zu den bundesweit gefährdeten Schmetterlingsarten und deshalb soll mit dieser Wahl nicht nur auf die Gefährdung vieler Schmetterlinge hingewiesen werden, sondern auch auf den Rückgang der natürlichen Lebensräume der Falter. |
| Name Namensgebend für die Rostbinde ist die rostrote Zeichnung auf den Oberseiten der Flügel. Auch ein anderer Name „Ockerbindiger Samtfalter“ verweist auf diese Färbung. |
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Lebensraum
In Europa bis 62 Breitengrad, bis 2000 m Höhe, weit verbreitet, aber trotzdem relativ selten.
Sandige, relativ offene, trockenwarme Böden. Magere Kalktriften, Sanddünen, Heidegebiete oder Truppenübungsplätze. Daraus resultiert eine inselartige Verbreitung. In Bayern beschränkt sich das z.B. Vorkommen auf das Altmühltal und die Fröttmaninger Heide.
| Name Die Flügelspannweite der Rostbinde beträgt 48 bis 55 mm. Auf den Flügeloberseiten befinden sich rostrote bis orangegelbliche, oft auch unterbrochene Binden auf braunem Grund. Diese sind beim Männchen gelegentlich sehr undeutlich. Auf diesen Binden sitzen schwarze Augenflecken mit weißen Mitten, auf den Vorderflügeln je zwei, auf den Hinterflügeln je einer. Die Unterseite der Vorderflügel ist orange, ebenfalls mit zwei schwarzen Augenkernen. Die der Unterseite ist braun und weiß marmoriert, mit einer mittigen stark gezackten, weißen Querbinde. Die unscheinbaren Raupen sind graubraun mit dunklen Längsstreifen. |
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Lebensweise
Die Falter fliegen zwischen Juni und September. Die Männchen führen einen Balzflug vor den Weibchen auf. Die Eiablage findet im Hochsommer auf Gräsern statt. Die unscheinbaren Raupen ernähren sich von diesen Gräsern, vor allem von Schwingel- und Trespenarten (Aufrechte Trespe – Bromus erectus, Schafschwingel – Festuca ovina, Blaugras – Sesleria albicans) an denen sie vor allem am frühen Abend frißt. Die Raupen überwintern im Jugendstadium. Erst im folgenden Frühsommer verpuppt sich die Raupe in der Erde.
Die erwachsenen Falter sind sehr scheu und sitzen meist mit zusammengeklappten Flügeln am Boden um sich zu sonnen.
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Gefährdung und Schutz
Die Rostbinde ist in Deutschland gefährdet (Rote Liste 3), der Bestand ist stark rückläufig. Ein Grund dafür ist die Gefährdung geeigneter Lebensräume durch übermäßigen Stickstoffeintrag aus Straßenverkehr und Landwirtschaft. Deshalb sind neben der Reduzierung der Abgase aus dem Straßenverkehr auch Einschränkungen im Bereich der Düngung in der Landwirtschaft nötig um den Fortbestand nicht nur dieser Art zu sichern. Lokal müssen entsprechende Flächen, vor allem Heiden und Truppenübungsplätze durch gelenkte Nutzung offengehalten werden.
| Quellen und Bilder: www.vistaverde.de NABU www.oberhausen-rheinhausen.de www.bmu.de Wikipedia www.rp-online.de europeanbutterflies.com www.faunistik.net www.nahansichten.de www.insektenbox.de www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de www.schmetterling-raupe.de www.medienwerkstatt-online.de Novak, Severa – Der Kosmos Schmetterlingsführer – Franckh Verlag Reichholf-Riehm – Schmetterlinge – Mosaik Verlag – Steinbachs Naturführer Graf – Tierbestimmungsbuch – Paul Parey Bellmann – Der neue Kosmos Schmetterlingsführer – Franckh Verlag |
| Natur des Jahres 2005 | Download Steckbrief Rostbinde 139 KB |
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