Schullandheim ZöthenProjekte - Fisch des Jahres 2005 |
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| Die Bachforelle Salmo trutta fario |
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Die Bachforelle wurde vom Verband Deutscher Sportfischer zum Fisch des Jahres 2005 gewählt. Mit dieser Wahl soll nicht nur mehr Aufmerksamkeit auf einen unserer bekanntesten Fische gelenkt werden, sondern es soll auch auf die zunehmende Gefährdung der Gewässer und ihrer Bewohner hingewiesen werden. |
Allgemeines
Scheuer Standfisch, der in einem eng umgrenzten Revier lebt und 8 bis 10 Jahre alt werden kann.
Systematik
Die Bachforelle gehört zwar zusammen mit der Meer- und der Seeforelle zur gleichen Tierart, aber ihr Aussehen ist doch recht unterschiedlich.
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| Seeforelle | Meerforelle |
Name
Die Steinforelle ist eine Kümmerform der Bachforelle. Die Bachforelle wird außerdem auch Fario, Fluß- oder Bergforelle genannt.
Verbreitung
Bachforellen kommen in ganz Mitteleuropa, in Island, Nordafrika und im Kaukasus vor. Ein-geführt wurde die Bachforelle in Australien, Neuseeland, Indien, Nordamerika und Zentralafrika.
| Lebensraum Die Bachforelle lebt in der nach ihr benannten Forellenregion, das sind klare, sauerstoffreiche und schnell fließende Mittelgebirgsbäche, aber auch in der Ebene sofern die Wasserqualität stimmt, gelegentlich auch in Seen mit passenden Zuflüssen. Wichtig sind zahlreiche Versteckmöglichkeiten im Revier und eine abwechslungsreiche Gestaltung des Lebensraumes für alle Alterstufen der Forellen. Je kleiner, desto mehr Versteckmöglichkeiten brauchen die Tiere, die Brut und Jungfische benötigen flache Abschnitte mit Pflanzenbewuchs, ein- und zweijährige Tiere bevorzugen Unterspülungen, während Altfische größere Freiräume brauchen. Zum Ablaichen suchen die Forellen gerne kleine Nebenbäche auf, diese müssen sauerstoffreiche sandige bis kiesige Flachwasserabschnitte besitzen. Neben der Bachforelle leben in idealen Gewässern auch noch Bachneunauge und Koppe. |
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Aussehen Es ist ein Gewicht bis zu 10 kg möglich bei einer maximalen Länge von 80 cm, selten 1 m, das Durchschnittsgewicht beträgt 0,5 bis 2 kg bei einer Länge von 30 bis 60 cm. Die Körperform wechselt von jung langgestreckt zu älter und gedrungen, immer seitlich etwas zusammengedrückt. Der Rücken der nur sehr klein beschuppten Bachforelle ist dunkel-olivgrün gefärbt, auch die schwarz gepunktete, vor dem Bauchflossenansatz beginnende Rückenflosse, die Flanken sind silbrig mit schwarzen Flecken oberhalb der Seitenlinie und rötlichen sog. Augenflecken längs und unterhalb der Seitenlinie. Der Bauch ist unterschiedlich gefärbt je nach Lebensraum, vor allem abhängig von der Nahrung und vom Untergrund. Die Schwanzflosse ist beim Jungfisch gegabelt, später dann gerade bis konvex. Die Afterflosse ist gerade, die große flossenstrahlenfreie Fettflosse ist rot gezeichnet. Entlang der Seitenlinie liegen 110 – 120 kleine Schuppen, zwischen Fettflosse und Seitenlinie 14 – 19 (meist 16) Schuppen. Jungfische besitzen 6 – 9 dunkle Querbinden. Der stumpfschnauzige Kopf hat ein endständiges, bis hinter die Augen tiefgespaltenes Maul mit zahlreichen kleinen spitzen Zähnen. Ältere Männchen besitzen öfters aufgebildete Unter-kieferhaken. Die Kiefer besitzen Fangzähne, auf den Pflugscharbeinen sind zwei Längs- und eine Querreihe von Zähnen. |
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Nahrung
Krebse, Würmer, Schnecken, Insekten und ihre Larven, kleine Fische, sogar Kleinvögel und Kleinsäuger
Fortpflanzung
Das Männchen ist mit etwa 3 Jahren, das Weibchen mit 4 Jahren laichreif. Die Weibchen suchen zum Ablaichen sauerstoffreiche Nebenbäche im Spätherbst und Winter auf. Dort baut die Forelle mit kräftigen Flossenschlägen eine 15 bis 30 cm tiefe, schüsselartige Laichgrube in einem sauerstoffreichen Flachwasserbereich mit sandigem oder kiesigem Grund. Die Fließgeschwindigkeit des Wassers sollte hier relativ hoch sein um die Sauerstoffversorgung zu sichern.
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Nach der Eiablage besamt der Milchner, das Männchen, im auffallenden Hochzeitskleid und mit einem sog. Laichhaken versehen, den Laich und die Eier werden mit Sand oder Kies abgedeckt. Die Eier benötigen 100 bis 120 Tage zur Entwicklung. Ca. 1500 bis 2000 Eier pro kg KGW, 4,5 – 5,8 mm Durchmesser. |
| Milchner |
Gefährdung und Schutzmaßnahmen
Das Hauptproblem für die Bachforelle ist der Mensch. Begradigungen, Verschmutzungen und Turbinen von Wasserkraftwerken sind im wahrsten Sinne des Wortes tödlich für die Fische. Bis in die 50-Jahre des 20. Jahrhunderts waren Bachforellen noch häufig in unseren Gewässern zu finden. Dann nahm die Regulierung unserer Gewässer immer mehr zu. Nicht nur Flüsse, auch die kleinen Bäche wurden begradigt. Staustufen und Wehre versperren den Forellen den Weg in die Laichgewässer, die aber bis zu 1,5 m hohe Hindernisse springend überwinden können. Dazu kam dann noch die zunehmende Gewässerverschmutzung. Nur noch 10 Prozent des ursprünglichen Lebensraumes ist für Bachforellen geeignet. Zu guter Letzt gibt es seit mehreren Jahren ein Bachforellensterben mit ungeklärter Ursache in Südbayern.
Neben dem Versuch Gewässerverschmutzungen zu verhindern, Regulierungen zurückzubauen ist es nur den massiven Besatzmaßnahmen engagierter Angler zu verdanken, daß es in vielen Gewässern noch Bachforellen gibt. Dies ist aber nur eine vorübergehende Maßnahme, dauerhafter Schutz ist nur durch Schutz des Lebensraumes möglich. Einige Besatzmaßnahmen waren aber auch zum Nachteil für die Bachforelle. Angler setzten neben der heimischen Bachforelle auch die amerikanische Regenbogenforelle aus. Diese wird größer und stellt einen gefährlichen Konkurrenten für die heimische Art dar.
| Natur des Jahres 2005 | Download Steckbrief Bachforelle 278 KB |
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