Schullandheim ZöthenProjekte - Wildtier des Jahres 2005 |
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| Der Braunbär Ursus arctos |
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2005 wurde der Braunbär von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres gewählt. 1835 wurde der letzte deutsche Bär erlegt, inzwischen kehrt er in die Alpen zurück. Auch wenn es noch dauert bis in deutschen Wäldern wieder Bären leben, erste Ansätze sind da ihm einen neuen Lebensraum zu schaffen. Allgemeines:8 Unterarten gehören zur Art des Braunbären
Zwei weitere Unterarten, der Niederkalifornische Grizzlybär (U.a. californicus) und der Mexikanische Grizzlybär (U.a. mexicanus) sind ausgestorben. Früher unterschied man beim Europäischen Braunbär noch Alpenbär, Pyrenäenbär und Syrischen Braunbären) |
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| Grizzlybär Wikipedia - NPS Photo |
Kodiakbär Wikipedia - Hollingworth, John and Karen |
Lebensraum
Bären gibt es fast weltweit, Braunbären kommen in Europa, Asien und Nordamerika vor. Während es in Amerika noch etwa 50000 Braunbären gibt leben in Europa nur noch etwa 6000 bis 10000 Braunbären, vor allem in Süd- und Osteuropa. In Rumänien leben ca. 4500, in Schweden und Finnland etwa 1000 Bären. In Italien gibt es ungefähr 60 Tiere und in Österreich etwa 25.
| Aussehen | ||
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Ausgewachsene Tiere wiegen bis zu 350 kg und sind bis 2,3 m groß, Neugeborene Jungtiere dagegen nur 300 bis 400 g. Weibchen sind leichter als Männchen. Bären haben einen gedrungen massigen Körper, einen breiten Kopf mit langer Schnauze und kleine runde Ohren. Das dichte und lange Fell ist von hellbraun-gelblich bis dunkelbraun gefärbt. Höchstalter: 47 Jahre |
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Lebensweise
Obwohl Bären eher plump und gemütlich Aussehen können sie im Sprint Geschwindigkeiten von 60 km/h erreichen und gelten als ausdauernde Wanderer, übrigens im Paßgang. Zwar sehen sie nicht besonders gut, aber ihr Geruchssinn ist ausgezeichnet. Soweit es möglich ist versuchen Bären den Menschen aus dem Weg zu gehen, Ausnahme sind Tiere die von Mülldeponien und Essensresten angelockt werden.
Bären sind Einzelgänger und halten Winterruhe von Oktober bis April, keinen Winterschlaf in Erd- oder Felshöhlen. Während dieser Zeit kommen auch die Jungen zur Welt.
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Nahrung
Bären sind zwar Raubtiere gehören aber trotzdem zu den Allesfressern, die neben Fleisch und Aas auch Fisch und vor allem Pflanzen fressen. Daß Bären Honig gerne mögen ist aus vielen Comics bekannt. Gejagt wird alles, von Bienen und kleinen Mäusen bis zu großen Elchen. Aber Pflanzen und Wurzeln machen den größten Teil der Nahrung aus, Gras wird richtiggehend abgeweidet, Beeren und andere Früchte gepflückt. In der Nähe des Menschen kann es Probleme geben mit freilaufenden Haustieren. Herumliegender Müll, vor allem Essensresten lockt Bären magisch an.
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Fortpflanzung
Abgesehen von der Paarungszeit im Juni und Juli leben Bären als Einzelgänger. Im folgenden Winter, während der Winterruhe, bringt das mit 2 bis 3 Jahren geschlechtsreife Weibchen dann zwei bis drei (selten 5) Junge zur Welt. Die Tragezeit der Bärin variiert, je nachdem wann die Paarung war. Sie dauert immer bis zur Winterruhe, also zwischen 150 und 270 Tagen.
Die im Vergleich zur Mutter mit 300 bis 400 g winzigen Jungtiere kommen blind zur Welt. Es sind typische Nesthocker deren Augen sich mit 28 bis 35 Tagen öffnen. 3 bis 4 Monate werden die Jungtiere gesäugt, sie wachsen schnell heran und bleiben bis zu ihrem dritten Lebensjahr bei ihrer Mutter von der sie alles Überlebensnotwendige lernen.
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Geschichte
Bären sind Wappentiere, so ist er z.B. auf dem Berliner Wappen zu finden. Viele Orte wurden nach ihm benannt, z.B. Bern. Auch wenn der nicht mit dem Braunbären verwandte Koala der Pate des Teddys ist, sieht der Teddybär im Kinderzimmer eher einem Braunbären ähnlich.
Gefährdung
Außer dem Menschen haben ausgewachsene Bären eigentlich keinen natürlichen Feind. Wölfe oder Luchse können in seltenen Fällen alleingelassenen Jungtieren gefährlich werden.
1835 wurde der letzte Braunbär in Deutschland erlegt und zwar bei Ruhpolding. Früher galten Bären prinzipiell als gefährlich und schädlich. Die seltenen Begegnungen zwischen Mensch und Bär verliefen meist tödlich für den Bären. Inzwischen hat sich die Meinung des Menschen über „Meister Petz“ gewandelt. Zwiespältig ist sie immer noch. Die einen sehen in ihm das gefährliche Raubtier, das dem Jäger die Beute stiehlt und Haustiere gefährdet, die anderen idealisieren ihn als putziges Streicheltier. Ein gesunder Mittelweg ist gefragt, Bären haben genauso ein Recht zu Leben wie das niedliche Reh oder der stolze Hirsch, aber es sind Wildtiere wie übrigens Bambi und Hirsch auch. Wiedereinbürgerungen in Deutschland dürften allein aus Platzgründen ein Problem sein. Wandern jedoch Tiere aus benachbarten Ländern ein, am wahrscheinlichsten im Alpenraum, so tun sie das nur, wenn sie ausreichend Lebensraum hier finden. Konflikte mit der Bevölkerung können durch Aufklärung und im Fall von Wildschäden sicher durch Entschädigungen abgemildert oder gelöst werden.
In manchen Ländern werden immer noch sogenannte Tanzbären gehalten. Diese Tierquälerei ist zwar meist verboten, aber der Tierschutz wird dort nur selten kontrolliert.

| Quellen und Bilder: www.3sat.de Bayerischer Rundfunk www.nabu.de Wikipedia http://derstandard.at |
| Natur des Jahres 2005 | Download Steckbrief Braunbär 497 KB |
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