Schullandheim ZöthenProjekte - Wildtier des Jahres 2004 |
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| Der Siebenschläfer Glis glis |
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Allgemeines: Die Zerstörung seines Lebensraumes ist vor allem Schuld am starken Rückgang der größten deutschen Schlafmaus, dem Siebenschläfer. Deshalb wurde der Siebenschläfer von der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild zum Wildtier des Jahres 2004 ernannt. |
| Vorkommen: Trockene Eichen- und Buchenwälder mit alten, höhlenreichen Bäumen und viel Totholz. Mittelgebirge, meidet sandige und kiesige Böden. Auwälder, naturnahe Parks. |
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Aussehen: Siebenschläfer sind bis 20 cm lang, dazu kommen noch einmal 11 bis 16 cm für den buschigen Schwanz. Das braun- bis blaugraue dichte Fell schimmert silbrig und ist an der vom Rücken deutlich abgegrenzten Unterseite heller. Auffällig sind die großen Augen die von einem dunklen Augenring umsäumt sind und ein hervorragendes Dämmerungssehen ermöglichen. Eine weitere dunkle Fellstelle ist über der Oberlippe. Die rundlichen Ohren sind relativ klein. |
| Nahrung: In erster Linie frißt er Eicheln, Bucheckern, Nüsse, Kastanien, Beeren und Obst. Aber auch Insekten, Eier und Jungvögel schmecken ihm. |
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Lebensweise: Die nachtaktiven Siebenschläfer halten einen langen Winterschlaf den sie Ende September beginnen und der bis Mitte Mai dauert. Tagsüber halten sich die Tiere in ihrem Nest oder in anderen Verstecken auf, sie wechseln diese häufig. Nachts ist er sehr aktiv und lautstark auf der Jagd unterwegs. Mit einem dicken Fettpolster bereitet er sich auf den langen Winterschlaf vor. Der Siebenschläfer verbringt diesen in Erdlöchern, Baumhöhlen, Felsspalten und anderen sicheren Verstecken. Sie können 5 bis 9 Jahre alt werden. |
| Fortpflanzung: Vier Wochen nach dem Winterschlaf beginnt die Paarungszeit der Siebenschläfer. Etwa 30 Tage danach kommen 2 bis 6 Junge zur Welt die rasch wachsen und mit zwei Monaten schon so groß wie die Alttiere sind. In dieser relativ kurzen Zeit vervielfachen sie ihr Geburtsgewicht von 2 g auf über 70 g. Ein ausgewachsenes Tier wiegt kurz vor dem Winterschlaf bis zu 200 g. |
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Feinde: In erster Linie der Mensch früher durch die Jagd, heute vor allem durch die Zerstörung der natürlichen Lebensräume. In manchen Gegenden sind die Siebenschläfer vor allem als Schädling in Obstplantagen gefürchtet und werden heute noch verfolgt. |
| Name: Siebenschläfer, benannt nach dem langen, oft über 7 Monate andauernden Winterschlaf. |
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| Besonderheiten: Die Römer hielten Siebenschläfer und mästeten sie als Leckerbissen. Sie fütterten die Siebenschläfer in künstlichen Höhlen an, fingen sie so und hielten sie anschließend in einem sog. Dolium, das waren spezielle Tontöpfe, zur Mast.
Dies passiert auch heute noch in einigen Regionen, z.B. in Frankreich oder Slowenien. Hier werden die Bilche aber nicht gezüchtet sondern gejagt. |
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Der Siebenschläfertag im Juni, der für das Sommerwetter verantwortlich ist, ist übrigens nicht nach dem Tier Siebenschläfer benannt, sondern nach 7 Heiligen. Diese waren 7 Brüder, namens Johannes, Serapion, Martinianus, Dionysius, Constantinus, Maximus und Malchus und wurden 251 nach Christus wegen ihres Glaubens von Kaiser Decius verfolgt, gefangen genommen und lebendig eingemauert. |
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| Verwandte Arten: Gartenschläfer Haselmaus Baumschläfer |
| Quellen und Bilder: Forst-Bayern Bayerischer Rundfunk Tierlexikon Religiöses Brauchtum Glirarium Umwelt-Kids NABU Faunistik.net Uni Marburg Markus Kappeler |
| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Siebenschläfer 158 KB |
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