Schullandheim ZöthenProjekte - Insekt des Jahres 2004 |
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| Die Hain-Schwebfliege Episyrphus balteatus |
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Allgemeines: Mit der Wespe verwechselt, als Schadinsekt verkannt - das ist das Image der Schwebfliegen. Aber die Schwebfliegen gehören zu unseren nützlichsten Insekten. Vor allem der große Appetit der Larven auf Blattläuse machen sie zu einem großen Helfer in Garten, Land- und Forstwirtschaft. |
| Verbreitung und Lebensraum Europa, Nordafrika, Asien, Nordamerika. |
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| Aussehen: Das etwa 7 bis 12 mm lange, schmale Insekt besitzt einen dunkelgrün glänzenden Thorax (Brust). Am Hinterleib fällt die charakteristische Bindenzeichnung auf. Es sind doppelte, abwechselnd schmale und breite schwarz-gelbe Bänder, die Binden des 3. und 4. Segments sind durch schwarze, bzw. blaugraue Querlinien getrennt, am 2. Segment sind zwei gelbe Flecken. |
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| Lebensweise: Das Weibchen, das in ihrem Leben über 1000 Eier produziert, legt nach der Paarung 200 bis 300 etwa 1 mm lange länglich-ovale und weiße Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in der Nähe von Blattlauskolonien ab. Die Eihülle platzt nach zwei bis drei Tagen und die Larve schlüpft. Sofort sucht sie mit Pendelbewegungen des Oberkörpers die erste Blattlauskolonie auf um sich zu stärken. Bis zu 80 Läuse werden pro Tag gestochen und ausgesaugt. Nach 8 bis 11 Tagen und zwei Häutungen erfolgt an der Unterseite von Blättern oder Stengeln die Verpuppung, aus der letzten Larvenhaut wird das sog. Puparium, ein bräunliches tropfenförmiges Gebilde. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpft die fertige Fliege, wenige Stunden später ist ihr Außenskelett erhärtet. |
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| Überwinterung: Schwebfliegen überwintern zum Teil in milden Wintern als erwachsene Tiere, meist aber als Puppen. Nach dem Winter findet man begattete Weibchen vor allem an Winterling, Kornelkirsche, Weiden und Huflattich. Die meisten Tiere jedoch wandern. Im Frühjahr fliegen sie mit bis zu 25 km/h von ihren Winterquartieren in Nordafrika und Südeuropa nach Mittel- und Nordeuropa. Dort vermehren sie sich und wandern im Herbst in den Süden zurück. Während im Norden nur eine Generation möglich ist entstehen im Süden bis zu 5 Generationen pro Jahr. |
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Nahrung: Die Larven der Schwebfliegen fressen Blattläuse. Bis zur Verpuppung werden über 1000 Blattläuse mit Pendelbewegungen gesucht, angestochen und ausgesaugt. Erwachsene Schwebfliegen saugen mit ihrem kurzen Rüssel Nektar und Pollen. Sie sind vor allem auf Dolden- und Korbblütler angewiesen. Beliebt sind Löwenzahn, Pfefferminze, Ringelblumen und Wilde Petersilie. |
Besonderheiten: Die wespenähnliche Färbung der Schwebfliegen dienen dem Schutz vor Feinden. Dies nennt man auch Mimikry. Freßfeinde, z.B. Vögel, versuchen meist nur einmal eine Hornisse oder Wespe zu fressen. Ein Stich reicht aus. Davon profitiert die harmlose Schwebfliege, da sie von einem Vogel für eine gefährliche Wespe gehalten wird. Typisch ist ebenfalls der Flug, manchmal scheinen sie wie ein Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben. |
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| Schwebfliegen werden gezüchtet, die Larven kann man zur Schädlingsbekämpfung in Treibhäusern oder Wintergärten im Versandhandel kaufen. Die Hain-Schwebfliege (Vorkommen) wird auch "Gemeine Winterschwebfliege", wegen des Vorkommens in milden Wintern, oder "Gegürtelte Schwebfliege", wegen der gürtelähnlichen Zeichnung genannt. Auch der lateinische Name "balteatus" von lat. balteus für Gürtel oder Gurt weist auf die auffällige Zeichnung hin. |
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| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Hain-Schwebfliege 147 KB |
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