Schullandheim ZöthenProjekte - Fisch des Jahres 2004 |
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| Der Maifisch | |
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Allgemeines: In weiten Teilen der deutschen Gewässer ist der auch "Alse" oder in Köln "Lohrjasser Salm" genannte Maifisch ausgestorben und die Aussichten zu einer Wiedereinbürgerung sind gering. Um auf die auch für andere Lebewesen nachteilige Fließgewässersituation und auf den weitgehend unbekannten Maifisch aufmerksam zu machen, kürte der Verband Deutscher Sportfischer diese Art zum Fisch des Jahres 2004. |
| Aussehen: Bis zu 80 cm kann ein Maifisch lang werden, meist ist er etwa 40 cm lang bei maximal 3 kg Gewicht. Der gestreckte und seitlich zusammengedrückte Körper glänzt an den Seiten und am Bauch silbrig grau, am Rücken ist er dunkler. Hinter dem Kiemendeckel findet sich beidseits ein dunkler Fleck, dahinter können u.U. noch ein oder zwei, selten mehr hellere Flecken liegen. Das Auge ist mit unbeweglichen Fettlidern abgedeckt. Der Unterkiefer reicht bis an den hinteren Augenrand. |
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![]() Kielschuppen |
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| Verbreitung:
An den westeuropäischen Atlantikküsten lebt der Maifisch in großen Schwärmen. Außerdem kommt er im westlichen Mittelmeer vor. 1998 wurde das letzte sicher bestimmte Exemplar in der Ostsee nachgewiesen. Anfang des 20. Jahrhunderts gingen seine großen Bestände immer weiter zurück, inzwischen ist er in seinen ursprünglichen Laichgewässern verschollen. Nur am Oberrhein findet man zur Laichzeit einige wenige Exemplare. |
| Lebensweise:
Schwarmfische die bis zu 11 Jahre alt werden können. Sie sind genauso wie z.B. Lachs, Barbe oder Stör anadrome Wanderfische die auf seinen Wanderungen während der Laichzeit bis zu 800 km flußaufwärts wandern. |
| Nahrung:
Zooplankton ist die Hauptnahrung der Maifische im Meer, während sie im Süßwasser keine Nahrung zu sich nehmen. Larven und Jungfische fressen kleine Wirbellose. |
| Fortpflanzung:
Die mit 6 bis 10 Jahren laichreifen Maifische ziehen im Frühjahr in die Oberläufe der großen Flüsse und Nebenflüsse und suchen dort ihre Laichplätze auf. Dabei bevorzugen sie kiesige, flache und stark überströmte Bereiche, sie gehören zu den Freiwasserlaichern und bevorzugen dabei Wassertemperaturen zwischen 15 und 25° C. Das Ablaichen der 80.000 bis 650.000 Eier pro Weibchen erfolgt nachts ins Freiwasser. Anschließend sterben die meisten der geschwächten Alttiere, nur wenige schaffen den Weg zurück ins Meer. |
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Gefährdung: Noch Mitte des letzten Jahrhunderts galt der Maifisch als "Arme-Leute-Essen". In riesigen Schwärmen wanderten die Fische zur Laichzeit. Das änderte sich dann aber rasch. In erster Linie war die starke Überfischung Auslöser für den starken Rückgang Ende des 19. Jahrhunderts. 1930 fing ein Berufsfischer den letzten Maifisch in der Nähe von Basel. Heute verhindern die Gewässerverschmutzung und vor allem der Ausbau und die Kanalisierung eine erneute Wiederansiedlung der Fische. Die einzige Möglichkeit den Maifisch in deutschen Fließgewässern zu erhalten dürfte die Wiederherstellung der Durch-gängigkeit der Gewässer sein. |
Heute gibt es kaum einen Fluß, der nicht durch ein Wehr oder Kraftwerk verbaut ist. Diese bilden für die Fische unüberwindbare Hindernisse. Nur selten gibt es Umleitungen für die Fische, die vorhandenen werden auch nicht immer angenommen. Meistens enden die wandernden Fische in den Turbinen der Kraftwerke. |
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| Quellen und Bilder: Angelsportverein Nienborg Aquanaut Magazin Meeresnaturschutz BNV Bamberg Murl-NRW Seerecht.org Uni Frankfurt - Senckenberg Gesellschaft vfg-bw.org |
| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Maifisch 52 KB |
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