Schullandheim ZöthenProjekte - Nutztier des Jahres 2004 |
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| Die Dunkle Biene Apis mellifera mellifera |
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Allgemeines: Neben dem Leutstettener Pferd wurde 2004 die Dunkle Biene, auch Westliche Biene genannt, von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen zur Haustierrasse des Jahres gewählt. Beide Tierarten stehen ganz oben auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen. Grund für die Wahl war neben der Seltenheit die Tendenz zur Vereinheitlichung in der landwirtschaftlichen Nutztierzucht. |
| Kennzeichen: Die Dunkle Biene kann leicht von anderen Arten der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) unterschieden werden. Sie sind relativ groß und breit und ihr Hinterleib ist deutlich rund. Kennzeichen sind außerdem schmale Filzbinden und lange, dunkle braune Brustbehaarung, wodurch sie im Stock auffällig dunkel erscheinen. (Kubitalindex unter 2,0, Hantelindex unter 9,32, Diskoidalverschiebung im negativen Bereich, Rüssellänge unter 6,4 mm). Der Ökotyp "nigra" besitzt auch eine schwarze Hautfarbe und stark pigmentierte Flügel. |
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| Verbreitung: Die verschiedenen Ökotypen der Honigbiene (Mellifera) sind in ganz Europa, vom äußersten Norden bis in den Süden verbreitet. |
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Herkunft und Verwandtschaft: Die Westliche Honigbiene entstand nach der Großen Eiszeit vor etwa 1 Million Jahren aus ähnlichen Arten. In Europa starben durch den Klimaumschwung alle Honigbienenarten aus. Die Vorfahren der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera) konnten im Vorderen Orient überleben und breiteten sich von dort nach und nach auch in Europa aus. |
Vor 150 Jahren wurde die Situation für die Dunkle Biene in Europa ernst. Immer öfter wurde versucht die Art "Apis linguistica" und später die Art "Carnica" einzukreuzen. Dadurch versprach man sich vor allem einen höheren Ertrag. Erst nach und nach erkannten die Züchter, daß sie sich diesen höheren Ertrag durch erhöhte Krankheits- und Parasitenanfälligkeit, durch eine größere Aggressivität und andere Nachteile erkauft haben. |
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| Besonderheiten der Dunklen Biene: Da die Dunkle Biene ursprünglich sämtliche europäischen Ökonischen besiedelte kennzeichnet sie eine große Vielfalt in ihren Eigenschaften. Je nach Gebiet variieren diese Eigenschaften, einige sind aber für alle Mellifera-Arten typisch: Dazu gehören u.a. die Winterhärte, die Eigenart der Winterbrutpause und der Brutpausen bei zu wenig Nahrung (Trachtmangel), die Langlebigkeit und der der extrem starke Sammeltrieb, verbunden mit einer großen Flugkraft. Die Winterbrutpause verursacht wahrscheinlich auch die erhöhte Varroafestigkeit. |
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| Quellen und Bilder: www.g-e-h.de Insel.heim.at Nordbiene |
| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Dunkle Biene 62 KB |
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