Schullandheim ZöthenProjekte - Schmetterling des Jahres 2004 |
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| Der Aurorafalter Anthocharis cardamines |
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Allgemeines: Einer der ersten Falter des Jahres. Er wurde von der BUND NRW Naturschutzstiftung zu-sammen mit der Arbeitsgemeinschaft Rheinisch-Westfälischer Lepidopterologen e.V. zum Schmetterling des Jahres 2004 gewählt um auf die Bedeutung von naturnah gestalteten Gärten und entsprechender naturverträglicher Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen hinzuweisen. Bis jetzt gehört dieser schöne Falter aus der Familie der Weißlinge noch nicht zu den gefährdeten Arten, hoffen wir, daß es auch so bleibt. |
| Vorkommen: Luftfeuchte, mäßig schattige Lichtungen, Kahlschläge, Auwälder, Wege und Hecken. Ganz Europa bis auf Schottland und Nordskandinavien; auch in Mittelasien bis Japan. Bis weit in den Norden. In den Alpen bis 2000 m Höhe. |
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| Aussehen der Falter: Männchen und Weibchen sehen unterschiedlich aus – Geschlechtsdimorphismus. Die Oberseite der ca. 2,5 cm langen Flügel ist überwiegend weiß, nur die Spitze der Vorderflügel ist dunkel und in der Mitte der Vorderflügel ist ein kleiner sichelförmiger schwarzer Fleck. Die Männchen haben einen großen orangenen Fleck auf der Oberseite der Vorderflügel der den Weibchen fehlt. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben eine grün gesprenkelte Unterseite der Hinterflügel. Die Gesamtflügelspannweite beträgt bis zu 5 cm. |
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Aussehen der Raupen: Die schlanke und nur unauffällig behaarte Raupe ist grünlich, auf der Seite weißlich und bis zu 3,5 cm lang. Ältere Raupen verfärben sich blaugrün mit dunkler Unterseite. |
| Aussehen der Puppen: Die schlanke, vorne spitze Gürtelpuppe ist zunächst grün und verfärbt sich später bräunlich. |
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| Lebensweise: Flugzeit von April bis Juni, in sehr warmen Jahren bereits ab März. Auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen fliegen die Männchen sonnige Waldränder entlang. Dabei fliegen sie alle, halbwegs einem Weibchen ähnlich sehende Objekte an, also z.B. auch weiße Blüten. Ruhende Tiere klappen ihre Flügel zusammen und sind so durch die grün-weiß marmorierte Flügelunterseite gut getarnt. |
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Nahrung: Wiesenschaumkraut und andere Kreuzblütler, wie z.B. Knoblauchsrauke oder Ackersenf, in Gärten auch Silberblatt oder Nachtviole. Die Raupen fressen die heranreifenden Schoten bzw. Schötchen der Wirtspflanze, meist Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata), Wegrauke (Sisymbrium officinale), Bitteres Schaumkraut, Acker-Hellerkraut (Thlaspi arvense), Lauchkraut, Rauhe Gänsekresse (Arabis hirsuta), Brillenschote, Ackersenf (Sinapis arvensis) und andere Kreuzblütler. Auch Eier und sogar andere Raupen werden nicht verschont. |
| Nahrung: Nur eine Generation pro Jahr. |
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| Name: Aurora – die Göttin der Morgenröte gab dem Falter seinen Namen. Der Grund dafür ist der orangefarbene Fleck auf den Vorderflügeln der Männchen. |
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| Gefährdung und Schutzmöglichkeiten: Bisher ist der Aurorafalter noch nicht gefährdet, jedoch gehen durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer mehr Biotope verloren. |
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| Besonderheiten: Die Weibchen können u.U. mit versch. anderen Schmetterlingen verwechselt werden: Großer und Kleiner Kohlweißling, Grünader-Weißling, Zitronenfalterweibchen, Weißklee-Gelbling-Weibchen oder Tintenfleck-Weißling. |
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![]() Kleiner Kohlweißling |
![]() Zitronenfalter |
![]() Großer Kohlweißling |
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