Schullandheim ZöthenProjekte - Blume des Jahres 2004 |
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| Das Alpenglöckchen Soldanella alpina |
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Allgemeines: Mit dem zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) gehörenden Alpenglöckchen haben die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen eine typische Charakterart der Gebirgsregionen zur Blume des Jahres 2004 ausgerufen, um auf die Gefährdung des Lebensraums Alpen aufmerksam zu machen. |
| Beschreibung: Mehrjährige, 15 bis 18 cm hohe Pflanze mit kurzem Rhizom. Die ledrigen, kahlen Blätter sind nierenförmig bis rundlich, dunkelgrün und grundständig. Ihr Durchmesser beträgt bis etwa 35 mm. Die langen Blattstiele sind drüsig rötlichbraun. Noch während der Schneeschmelze sind die ersten blühenden Pflanzen zu finden. Die Hauptblütezeit ist Mai bis Juli. |
![]() Foto: Russ Collins |
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Der 2 bis 3-blütige, nickende Blütenstand trägt auf einem unbeblätterten Stengel blauviolette, ca. 1 bis 1,5 cm große trichterförmige Blüten mit 5 tief gefransten Kronblättern. Umgeben wird die Blüte von 5, unten verwachsenne, trichterförmigen Kelchblättern mit je einem schmal-lanzettlichen Zipfel. Im unteren Drittel der Blüte sind 5 Staubblätter angewachsen. Die Staubfäden sind kürzer als die Staubbeutel und der Fruchtknoten oberständig. Die Frucht ist eine vielsamige, 10 bis 15 mm lange mit 10 Zähnen aufspringende Kapsel. |
| Vorkommen: Schneebedeckte Senken der alpinen und subalpinen Stufen in 600 bis 3000 m Höhe. Alpen, Voralpen, Pyrenäen, Jura, Karpaten, Balkan. Eine Besonderheit ist ein Eiszeitreliktvorkommen der Soldanelle auf dem Feldberg im Schwarzwald. Standortansprüche Sickerfeuchte, moorige, kalkhaltige Standorte. Gerne nährstoff- und basenreich. Die Licht-Halbschattenpflanze bevorzugt kühle Orte an denen sie gesellig wächst. |
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Name: Das Alpenglöckchen wird auch Almglöckchen, Blaues Schneeglöckchen und Alpen-Troddelblume (nach der Form der Blüten) genannt. Der botanische Gattungsname Soldanella ist höchst wahrscheinlich von der italienischen Bezeichnung "soldo" (= Münze) abgeleitet worden und bezieht sich auf die rundlichen Blätter der Pflanze. Der Artenname alpina benennt den Herkunftsort. Gefährdung: Alpenglöckchen sind in erster Linie durch die Zerstörung ihres Lebensraumes gefährdet. Dies vor allem durch Beweidung der Almwiesen, Trockenlegung der Standorte und durch Trittschäden. Aber auch Freizeitnutzung durch Wanderer, Moutain-Biker, Skifahrer und viele andere mehr verursachen große Schäden. |
| Quellen und Bilder: www.stiftung-naturschutz.de Bayerischer Rundfunk |
| Natur des Jahres 2004 | Download Steckbrief Alpenglöckchen 128 KB |
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