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Kulturangebote - Zeitz

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Karte von Zeitz und Umgebung



Die früheste urkundliche Erwähnung von Zeitz stammt aus dem Jahr 967, bereits im folgenden Jahr wurde Zeitz, damals Cici, Bischofssitz. Allerdings nur bis 1028, dann wurde der Sitz nach Naumburg verlegt, erst Ende des 13. Jahrhunderts kamen wieder Bischöfe nach Zeitz. 1644, im Dreißigjährigen Krieg wurde die Bischofsburg von schwedischen Truppen zerstört.
Diese Burg wurde 1657 bis 1678 durch "Schloß Moritzburg an der Weißen Elster" ersetzt. Herzog Moritz ließ dieses Schloß bauen, nachdem das Herzogtum Sachsen-Zeitz Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden ist. 1718 fiel das Herzogtum Zeitz wieder an Kursachsen.



Das unterirdische Zeitz

Unterirdisches Zeitz Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der über tausendjährigen ehemaligen Bischofs- und Herzogstadt Zeitz gehören zahlreiche unterirdische Gewölbe und Ganganlagen. Sie befinden sich v.a. im Zentrum der Oberstadt sowie in den Verbindungsstraßen hangabwärts zu den ältesten Teilen von Zeitz im Brühl und um den Nicolaiplatz

Eine Besichtigung dieser Gänge und Gewölbe ist möglich. Die Gänge verlaufen kreuz und quer, teilweise sind sie in drei Stockwerken übereinander angeordnet.

Diese unterirdische "Stadt" diente in erster Linie als Lagerstätte für Bier. Das Bier mußte kühl und zugfrei zum Reifen gelagert werden. Temperaturen zwischen 11 und 13° C ermöglichen dies. Die meisten Gewölbe und Gänge entstanden im 15. und 16. Jahrhundert, während der Hochzeit des Zeitzer Brauwesens.

Der Verein "Unterirdisches Zeitz" hat sich die vollständige Erfassung, Erforschung und Erhaltung der Gänge zur Aufgabe gemacht. Er veranstaltet auch regelmäßige Führungen auf einer über 700 m langen unterirdischen Strecke.




Schloß Moritzburg

Schloß Moritzburg Zeitz Die aus der Barockzeit stammende Moritzburg Zeitz besteht aus einem Hauptgebäude, einer gotischen Schloßkirche, dem Torhaus und verschiedenen Nebengebäuden und hinter dem Schloß einer anschließenden Orangerie.
Die Moritzburg wurde von Moritz, dem jüngsten Sohn von Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen, der 1657 das Herzogtum Sachsen-Zeitz übernahm, auf den Grundmauern des ehemaligen Bischofsschlosses erbaut. Der eigentliche Name des vom fürstlich-sächsischem Landbaumeister Moritz Richter erbauten Schloßes war: "Moritzburg an der Elster".
Nach dem Tod des letzten Herzogs von Sachsen-Zeitz durchlief das Schloß eine wechselhafte Geschichte. Seine Nutzung wechselte vom Regierungssitz über Korrektionsanstalt, Gefängnis und Arbeitsamt zum Sammellager für Fremdarbeiter bzw. Umsiedlerlager bis zum heutigen Museum, dem Städtischen Museum Schloß Moritzburg.

Das Museum beherbergt verschiedene Dauerausstellungen und andere wechselnde Ausstellungen. Themen der Dauerausstellungen sind:
  • Kinderwagen - Kinderjahre
  • Zeit der Bischöfe
  • Möbel von der Renaissance bis zum Biedermeier
Außerdem ist im Museum ein Kleinod der deutschen Klavierbaukunst zu sehen, einen Flügel. Julius Blüthner lernte von 1838 bis 1841 in Zeitz das Tischlerhandwerk, anschließend arbeitete er bei einer Zeitzer Pianofortefabrik. Später, in einer eigenen Werkstatt in Leipzig, baute er selbst Klaviere und auch Pianos zu bauen. Bald erlangten seine Instrumente Weltruhm.
Der zeitzer Flügel wurde eigentlich für den deutschen Kaiser gebaut, aber von einer Zeitzer Familie gekauft. Nach einer gründlichen Restaurierung ist der Flügel seit einigen Jahren in Großen Festsaal des Museums zu sehen.

Das Schloß beinhaltet auch die reichhaltige, der Öffentlichkeit zugängliche Ernst Ortlepp Bibliothek. Sie beinhaltet sie Sachgebiete Regionalgeschichte, Kunst und Kunstgeschichte, Kulturgeschichte, Technik und Technikgeschichte und ein Zeitungsarchiv. Benannt wurde die Bibliotek nach dem Dichter Ernst Ortlepp.

Zu guter Letzt bietet das Museum auch zahlreiche Angebote für Schulklassen und Gruppen. Die Museumspädagogische Abteilung des Schlosses führt nach Terminvereinbarung folgende Projekte durch:
  • Wir schreiben mit Griffel und Schreibmaschine
  • Wo lebte Herzog Moritz?
  • Waschen wie in Urgroßmutters Zeiten
  • Mäuschensuche in unserer Ausstellung
  • Alltag im Mittelalter
  • Kindergeburtstag im Museum
  • Wie in Ottonischer Zeit das Bistum Zeitz entstand
  • Abenteuer Drucken
  • Phantasie in Farbe und Stein
  • Holzschnittkurs




Dom St. Peter und Paul

Die romanische Stiftskirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Im 14. Jahrhundert erfolgte ein Umbau in eine gotische Hallenkirche. Unter Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz wurde die Stiftskirche St. Peter und Paul als Schloßkirche genutzt. In der Folge, bis ins 20. Jahrhundert wurde die Kirche zu allem möglichen genutzt. Zwischendurch war sie die Gefängniskirche für das Gefängnis auf der Moritzburg und sogar einige Zeit ein Lazarett.
1982 wurde der Dom bei einem Einsturz stark beschädigt. Erst 16 Jahre später, 1998, konnte der Dom wieder eingeweiht werden.




Das Rathaus

Das spätgotische Rathaus, aus den Jahren 1505 bis 1509 stammend, ist ein besonderes Schmuckstück der Stadt Zeitz. Sein Westgiebel imitiert den des Breslauer Rathauses. 1906 bis 1909 wurde der westliche Anbau angefügt. Vom 52 m hoher Turm kann man den Rundblick auf das Zeitzer Umland genießen. Zeitzer Rathaus




Die Michaeliskirche

Zeitzer Michaeliskirche Die ursprünglich romanische Michaeliskirche ist seit 1154 Pfarrkirche der Oberstadt Zeitz. 1450 wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Etwa 1539 wurde die Kirche evangelisch, in ihr heiratete Johann Ernst Luther, der Enkel des Reformators Martin Luther. Die im ersten Stok beheimatete Bibliothek beinhaltet auch viele wertvolle Unterlagen aus dem Nachlaß von Martin Luther und seinen Nachfahren.




Franziskanerkloster und -kirche

Seit 1238 gibt es den Franziskanerorden in Zeitz. Noch im 13. Jahrhundert wurde die frühgotische Kirche und die dazugehörigen Klostergebäude errichtet. In den folgenden Jahren und Jahrhunderten wurde die Kirche immer wieder erweitert und ausgebaut. Das Kloster wurde 1541 aufgelöst und den evangelischen Geistlichen überlassen. Im Januar 1542 predigte hier Martin Luther.
Nach starken Beschädigungen im 2. Weltkrieg wurde die Kirche 1953 neu eingeweiht und anschließend bis 1967 genutzt.




Bienenlehrgarten

Der Imkerverein Zeitz und Umgegend von 1895 e.V. bietet nach Bedarf Führungen im Bienenlehrgarten am Klinikum G.-Agricola in Zeitz an. Im Preis der etwa eine Stunde dauernden Führung sind auch Honig- und Honigweinverkostungen inbegriffen.




Mitteldeutschen Umwelt- und Technikpark e.V.

Der Verein Mitteldeutscher Umwelt- und Technikpark e.V. bietet eine Reihe von Ausflügen und Führungen in die mitteldeutsche Industrielandschaft an. Gezeigt werden neben aktuellen Industriegebieten undn -anlagen auch historische Industriegebäude, der Strukturwandel in der Industrie, die Rekultivierung der Tagebaulandschaften und viele andere Themen.
Der Verein bietet verschiedene Programmbausteine an die auch miteinander kombiniert werden können.
  • Ausssichtspunkt des Tagebaues Profen-Süd
  • Aussichtspunkt des Tagebaues Zwenkau
  • Tagebau Golpa-Nord - Ferropolis
  • Besuch des ehemaligen Braunkohlenkraftwerkes Vockerode
  • Wörlitzer Park
  • Hundertwasserschule in Wittenberg
  • Kornhaus in Dessau (Bauhaus-Stil)
  • Siedlung und Kraftwerk Zschornewitz




Quellen:
Mitteldeutscher Umwelt- und Technikpark" e.V. - www.mut-zeitz.de
Interessengemeinschaft Unterirdisches Zeitz e.V. - www.unterirdisches-zeitz.de
Zeitz - Das Herz des Burgenlandes - www.zeitz.de
Saale-Untrut-Tourismus - www.saale-unstrut-tourismus.de
www.industrietours.de




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