Schullandheim Zöthen
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Im 12. Jahrhundert wurde die Rudelsburg auf einem Plateau 75 m über der Saale, um von dort die Handelsstraßen im Tal zu kontrollieren, errichtet. und das Stift in Naumburg zu beaufsichtigen. 1172 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, nach 1238 erfolgte ein Ausbau, als die Markgrafen von Meißen die Burg als Stiftslehen erhielten. 50 Jahre später kam sie in an die Thüringer Landgrafen, in deren Besitz sie in den nachfolgenden Jahrhunderten blieb, ehe sie an den Kurfürsten von Sachsen fiel. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Rittertum zum Raubrittertum, auch auf der Rudelsburg war dies der Fall. Naumburger Bürger versuchten deshalb 1348 die Burg zu stürmen und zu zerstören, es gelang, die Vorburg mit der Burgkapelle wurde zerstört. In der Folge errichteten die Schenken von Vargula die Hauptburg neu. 1445 - 1452, im Sächsischen Bruderkrieg, wurde die Burg erneut schwer beschädigt, im Dreißigjährigen Krieg folgte 1641 eine erneute Zerstörung. Kaiserliche Truppen nahmen die Burg ein und zerstörten sie teilweise bis auf die Grundmauern. Seit dieser Zeit stand die Burg verlassen und als Ruine.
Viele Jahrhunderte blieb es ruhig um die Überreste der Burg. Erst im 19. Jahrhundert entstand das noch heute bestehende Gasthaus, ein schon damals beliebter Studententreffpunkt. Auch heute noch trifft sich der "Verband der Kösener Korpsstudenten" zur jährlichen Hauptversammlung.
Die besterhaltenen Teile der ursprünglichen Burg sind der Halsgraben, das Torhaus, Teile der Mauer und des Palas und der Bergfried.
An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn.
Ihre Dächer sind zerfallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen.
Wolken ziehen drüber hin.
Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild,
Doch dem Wandersmann erscheinen
auf den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten, zart und mild.
Droben winken holde Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund.
Wandrer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.
Und der Wandrer zieht von Dannen,
Denn die Trennungsstunde ruft,
Und er singet Abschiedslieder,
Lebe wohl tönt ihn hernieder,
Tücher wehen in der Luft.
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