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Hella |
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Erinnerungen aus der Zeit mit und um Hella |
Dramatischer verlief die Vorbereitung zum Reitabzeichen während eines Ferienreitkurses. Auf dem Programm stand unter anderem die Stilspringprüfung bei einem A-Parcours.
Dirk, ein kräftiger, netter und engagierter Junge, zeigte noch Schwächen in dieser Disziplin. Nach dem Motto "Reiten lernt man durch reiten", bauten wir Hindernisse in das Reitviereck, die einzeln unter genauer Anweisung überwunden werden mussten. Um bei Stürzen Verletzungen vorzubeugen, erklärte ich, daß sich die Reitschüler dann fest am Pferd einhalten sollten, wenn sie aus dem Gleichgewicht kommen. Dann nämlich war die Wahrscheinlichkeit groß, daß sie mit den Füßen voraus am Boden landen.
Vor der Überwindung eines kleinen Oxers passte die Absprungstelle nicht. Hella stockte kurz und sprang zu spät ab. Dabei brachte sie die obere Hindernisstange zwischen die Vorderbeine. Ihr Reiter Dirk kam aus dem Gleichgewicht, hing mit dem Oberkörper auf dem Mähnenkamm von Hella, rutschte sofort auf die linke Halsseite und brachte, weil er sich mit aller Kraft festklammerte, das Pferd über dem Sprung ins Schwanken. Im nächsten Moment konnte sich Dirk nicht mehr halten. Er ließ los und fiel vor dem Pferd auf den Rücken.
Hella, nun vollends irritiert und vom Reitergewicht befreit, schmiss vehement ihr Gewicht nach rechts und fing die Hauptwucht des Aufsprungs so gut sie konnte mit dem rechten Bein auf.
Das durch die Hindernisstange behinderte linke Bein war noch angewinkelt und berührte mit dem Karbalgelenk die Brust von Dirk.
Mit Blaulicht wurde Dirk in das Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte fest, daß zwei Rippen gebrochen waren.
Hätte Hella nicht so schnell und richtig reagiert, kann sich jeder die schrecklichen Folgen ausmalen.
Gott sei Dank blieb dies zwar der schwerste aber einer der wenigen Reitunfälle, die ich als Reitlehrer erleben mußte.
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