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Hella |
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Erinnerungen aus der Zeit mit und um Hella |
Bei Kinderreitstunden durfte ich die Hella einsetzen. Das war eine große Hilfe.
Vor allem kleinere Kinder fühlten sich auf ihr sicher. Hella liebte den ruhigen Ablauf einer Reitstunde. Darüber waren die kleinen Anfänger sehr froh. Gerade recht um Vertrauen und Sicherheit aufzubauen.
Einen Schock hat sie allerdings einmal dem Sohn des Professor Brenner aus Weihenstephan versetzt.
Gleich bei der Ankunft zu einem Ferienreitkurs erzählte der selbstbewusste junge Mann, daß er schon sehr gut reiten könne. Als er dies immer wieder betonte, beruhigte ihn sein Vater und meinte, daß er dies ja während der Reitstunde zeigen könne.
Nach alter Regel und Erfahrung, bei jedem vorsichtig zu sein, der mit großen Worten seine reiterlichen Fähigkeiten preist, wies ich dem Jungen die freundliche, brave und sichere Hella zu.

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Wie vermutet, beschränkten sich seine Kenntnisse auf die kargen Erlebnisse bei einem Jahrmarkthippodrom.
Im Reitviereck, inmitten der Koppel, das mit Stangen umgrenzt war, befanden sich nur wenige Reiter. Den Einlass versperrte ein nachlässig platzierter Fichtenstamm vom oberen Bügel schräg zur unteren Halterung.
Astrid graste alleine und friedlich vor dem offenen Reitplatz. Langsam wanderte sie weiter weg in Richtung zum offenen Koppelausgang.
Hella, die auf dem Sandplatz scheinbar teilnahmslos dahintrottete, ging dem jungen Reiter zu träge und nicht schnell genug.
Tatsächlich wollte sie lieber mit Astrid zum "Kneipwandern" in den Bach. Sie schlenkerte unwillig mit dem Kopf, galoppierte kurz an und sprang mit einem mächtigen Satz über die niedere Absperrung am Reitviereckseingang.
In hohem Bogen trennte sich der Junge von Hella und landete etwas unsanft außerhalb des Vierecks. Schmerzlich verzog er sein Gesicht und wollte lieber die Reitstunde mit diesem Erlebnis beendet. Aus psychologischer Sicht sollte es, wenn aus gesundheitlichen Gründen vertretbar, keinen solchen Abschluss geben. Also, wieder rauf auf die Hella. Den Eingang sicher verrammelt und die Reitstunde konnte planmäßig beendet werden.
Zur Nachmittagsstunde erschien der Hellareiter in gekrümmter, bedauerlicher Haltung. Mit weinerlicher Stimme verkündete er, daß er Bauchweh habe. Außerdem sei ihm furchtbar schlecht und wenn er sich nicht irrt, plagt ihn auch noch Kopfweh.
Ich erklärte ihm, daß ich in solchen Fällen die Fähigkeit eines Heilers habe und ihm helfen könne.
Meine Empfehlung war, die Hella zu satteln und während der nächsten 45 Minuten Friede mit seinem Pferd zu schließen.
Wie erwartet, ging alles gut. Das Bauchweh war schlagartig vorbei und geblieben ist ein zwar vorsichtiger Reiter, der dann sogar noch erfreuliche Fortschritte machte.
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